Was ist P & A?



P & A steht für Prints & Advertising. Unter P & A-Kosten
versteht man die Herausbringungskosten eines Spielfilms für das Kino.
Diese Kosten, die nicht mit den Produktionskosten zu verwechseln sind,
setzen sich aus Filmkopierkosten (Filmrollen), den technischen Kosten
für Synchronisation (bei nicht nationalen Produktionen) sowie aus
Werbungs-, Promotions-, Presse- und Logistikkosten zusammen.
Je
nach kommerziellem Potenzial kann ein Film in 30 bis 1.000 Kinos
gleichzeitig in Deutschland veröffentlicht werden. Dementsprechend
variabel ist auch der Gesamtherausbringungsaufwand. Im Schnitt kann von
einem P & A-Aufwand pro Filmkopie von ca. EUR 3.000 bis 5.000
ausgegangen werden. In der Regel werden die P & A-Kosten von den
jeweiligen Filmverleihern oder von den Produzenten aufgebracht.
Die
Rückführung der P & A-Kosten erfolgt aus den Kinoeinnahmen und
grundsätzlich an rangerster Stelle. Aus Sicht von Investoren ist vor
allem die kurze Kapitalbindung vorteilhaft, da die P & A-Gelder
zeitlich erst kurz vor der Veröffentlichung eines Filmtitels investiert
und nach einer verhältnismäßig kurzen Laufzeit von 3–9 Monaten nach
Kinostart wieder vereinnahmt werden können und für erneute Investitionen
wieder zur Verfügung stehen.
Das Beteiligungsangebot stellt ein Geschäftsmodell dar, welches es insbesondere unabhängigen Filmverleihern und/oder Produzenten (so genannten Independents) ermöglicht, diese Herausbringungskosten für ihre Filme zu finanzieren.